DÖRR SnapShot Mini 5.0 im TestFür Tierbeobachtungen und eindrucksvolle Tieraufnahmen werden in heutiger Zeit immer häufiger Wildkameras eingesetzt. Diese in Tarnfarben gehaltenen Digitalkameras sind nicht nur mit einem Bewegungssensor ausgestattet, sondern verfügen auch über ein Blitzlicht. In unserem heutigen Wildkamera Test geht es um das Modell DÖRR SnapShot Mini 5.0. Welche Besonderheiten diese Kamera aufweist und ob diese uns überzeugen kann, möchten wir in nachfolgend herausfinden.

Verpackung und Lieferumfang

Zunächst haben wir unsere Wildkamera aus einer ansprechenden und buntbedruckten Kartonverpackung entnommen. Die einzelnen Komponenten sind stoßsicher verpackt. Im Lieferumfang konnten wir
• die in Tarnfarben gehaltene Digitalkamera,
• ein USB-Datenkabel,
• ein Befestigungsgurt und
• eine ausführliche Bedienungsanleitung
entdecken.

Für die Energieversorgung werden acht 1,5 Volt AA-Batterien benötigt, die wir separat dazukaufen müssen. Ebenso können aber auch entsprechende wiederaufladbare Akkus verwendet werden. Zusätzlich müssen wir noch eine bis zu 32 GB große SD-Speicherkarte besorgen und schon kann es losgehen.

Qualität und Verarbeitung

Die Wildkamera stammt vom deutschen Traditionshersteller DÖRR, der bereits seit 1973 auf dem Markt mit seinen professionellen Fotoartikeln auf dem Markt vertreten ist. Die DÖRR SnapShot Mini 5.0 ist in zwei Versionen erhältlich, einmal in der Standard-Ausführung mit fast unsichtbarem Blitz mit 28 Infrarot-LEDs und einmal als Black-Vision mit 40 unsichtbaren Infrarot-Black-LEDs. Beide Modelle sind nur 128 mm hoch und 82 mm breit. Die Digitalkamera selbst finden wir in einem wassert- und staubdichten Kunststoffgehäuse mit Camouflage-Muster.

Die Frontklappe lässt sich nach vorne öffnen und wird über stabile Clip-Verschlüsse verschlossen. Das Gehäuse vermittelt einen überaus stabilen und robusten Eindruck. Der Klappmechanismus kann mithilfe eines Vorhängeschlosses gesichert werden. Zudem befindet sich auf der Rückseite noch eine 10,9 mm starke Sicherungsöse, durch die wir sogar ein hochwertiges Kabelschloss zwecks Diebstahlsicherung ziehen können. Alles in allem hat uns diese Wildkamera in Qualität und Verarbeitung überzeugt.

Montage und Installation

Zunächst müssen wir für unsere sogenannte Kamerafalle einen geeigneten Platz suchen. Besonders unauffällig kann die DÖRR SnapShot Mini 5.0 mithilfe des Befestigungsgurtes an einem Baumstamm befestigt werden. Die Ösenbefestigung kann sich dabei besonders gut in der Baumrinde verzahnen und hält damit auch gleich die gewünschte Höhe. Andererseits können wir die Kamera aber auch auf ein Stativ setzen. Hierzu ist das Modell mit einem Stativgewinde im unteren Gehäusedeckel ausgestattet.

Im hinteren Deckel können wir wahlweise 4 oder 8 AA-Batterien oder entsprechende Akkus einlegen. Im vorderen Deckel befindet sich die Kamera, wobei wir hinten unsere Grundeinstellungen vornehmen können. Schließlich benötigen wir noch eine optionale SD-Karte, die in den oberen Kartenschlitz geschoben wird. Danach schalten wir unsere DÖRR ein (Schalterstellung auf ON).

Der Setup-Modus ist nahezu selbsterklärend. Hier können wir Datum, Uhrzeit sowie Foto- oder Videomodus einstellen. Auf die eigentliche Bedienung kommen wir später noch zu sprechen.

Ausstattung und Funktionen

Die DÖRR SnapShot Mini 5.0 ist vorne im Gehäuse entweder mit einem 28 Infrarot-LED-Blitz oder einem 40 Infrarot-LED-Blitz ausgestattet. Im Mittleren Bereich befindet sich der PIR-Bewegungsmelder. Dieser kann in verschiedene Empfindlichkeiten eingestellt werden. Im unteren Gehäusedeckel befindet sich die Kameralinse.

Die Digitalkamera SnapShot Mini verfügt im Fotomodus über eine Auflösung von 5 MP, wobei Fotos in einem Intervall von 5 Sekunden bis hin zu 8 Stunden gemacht werden können. Im Vidoemodus wird dagegen nur eine Auflösung von 3 MP erreicht, wobei hier der VGA-Standard von 640 x 480 Pixeln unterstützt wird. Für eine Wildkamera sind dies völlig ausreichende Werte, zumal viele Kontrahenten zwar mit höheren Pixelauflösungen werben, es sich bei diesen aber nur um interpolierte Werte handelt.

Auf der Innenseite der Vorderklappe, in der das Kameragehäuse eingelassen ist, finden wir einen kleinen 26 x 26 mm großen Farbmonitor (1,5 Zoll Diagonale), der aber nur für eine oberflächige Kontrolle geeignet ist. Unterhalb des Monitors finden wir die jeweiligen Bedienelemente.

Zu den eigentlichen Besonderheiten gehört lediglich das Blitzlicht, welches in der Black-Edition mit unsichtbaren LEDs ausgestattet ist. Die Blitzreichweite liegt bei etwa 10 Meter und wird sowohl von Menschen als auch von Tieren nicht bemerkt. Von daher können wir diese Fotofalle auch als Überwachungskamera im eigenen Garten einsetzen.
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Bedienkomfort

Natürlich ist die Bedienung für den Kauf einer Wildkamera entscheidend. Größere Einstellungen, wie bei herkömmlichen Digitalkameras, suchen wir hier vergebens. Die Menüstruktur ist logisch und leicht verständlich aufgebaut. Die einzelnen Menüpunkte bieten zum Beispiel:

CAM:

Einstellung der Kamera im Foto- und Videomodus. Hier können die Bild- und Videoauflösung individuell verändert werden. Die Videolänge beträgt bei diesem Modell etwa 60 Sekunden.

PIR:

Die Empfindlichkeit des Bewegungsmelders können wir in drei Stufen anpassen. Dabei haben wir die Möglichkeit, zwischen einzelnen Fotos eine Zeitverzögerung von 0 Sekunden bis 60 Minuten einzugeben. Auch der Serienbildmodus wird über diesen Menüpunkt eingestellt.

SYS:

Bei den Systemeinstellungen können wir Datum und Uhrzeit, ein Passwort, die Sprache und einen Tastenton verändern. Darüber hinaus werden hier eingelegte SD-Speicherkarten formatiert oder überschrieben. Zudem wird über diesen Menüpunkt die Werkseinstellung der Kamera aktiviert.

Insgesamt ist die Bedienung leicht nachzuvollziehen, so dass wir hier noch nicht einmal in unsere Bedienungsanleitung schauen mussten.

Bildqualität

Besonders gespannt waren wir natürlich auf die Bildqualität. Hier wurden wir von besonders detailreichen und farbechten Tagaufnahmen überrascht. Der 5 MP CMOS-Sensor hält was er verspricht. Aufgrund einer kurzen Auslöseverzögerung nach der PIR-Erfassung von 0,9 sek. werden die Motive immer vollständig auf dem Foto erfasst.

Abstriche müssen wir natürlich bei Nachtaufnahmen hinnehmen. Leider werden Nachtaufnahmen nur in Schwarz-Weiß aufgenommen. Dank des integrierten Infrarot-Blitzes sind aber bis knapp 10 m alle Hintergrunddetails noch gut erkennbar. Einige Details im vorderen Bereich sind dabei ein wenig überbelichtet. Hier dürfen wir keine Wunder erwarten.

Bei der Videoauflösung erhalten wir nur eine VGA-Auflösung. Dennoch überzeugt das Time-Lapse-Video der DÖRR Kamera mit einer guten Bildqualität. Wer eine echte HD-Auflösung wünscht, muss jedoch zu wesentlich teureren Wildkameras greifen. Beim Time-Laps-Verfahren wird eine bestimmte Anzahl an Einzelbildern als Serienaufnahme gefertigt. Diese werden später mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Auf diese Weise ergibt sich ein schöner Zeitraffer-Effekt.

Akkulaufzeit

Viele stellen sich wahrscheinlich die Frage, wie lange die DÖRR SnapShot Mini unbeaufsichtigt im Outdoor-Gelände zuverlässig ihren Dienst verrichten kann. Wie auch viele Kunden positiv anmerkten, erreicht dieses Modell mit acht AA-Batterien eine mehrmonatige Laufleistung. Einige berichten sogar, dass trotz kalten Winters die Kamera ein halbes Jahr problemlos durchgehalten hat.

Anzumerken bleibt, dass mit wiederaufladbaren NiMH-Akkus die Laufzeit geringer ausfällt. Dies liegt daran, dass sich Akkus schneller wieder entladen. Wir können daher vornehmlich die Verwendung von Akaline-Batterien empfehlen.

Kleine Tipp´s

Wenn Sie die DÖRR SnapShot Mini 5.0 in die engere Wahl gezogen haben, möchten wir Ihnen noch den einen oder anderen nützlichen Tipp geben.

Damit Ihnen kein Schnappschuss entgeht

Die höchstmögliche Serienbildanzahl liegt bei der Snapshot bei drei Bildern je Bewegung. Wir empfehlen daher diese Einstellung zu verwenden, um bei einer Bewegungserfassung drei hintereinander liegende Fotos machen zu können. Gleichzeitig sollte dabei die Aufnahmepause zwischen den Bildern auf 0 gestellt werden. Dadurch werden drei Aufnahmen hintereinander in weniger als zwei Sekunden geschossen.

Sobald eine erneute Bewegung erfasst wird, ist die Kamera sofort wieder einsatzbereit und kann die nächsten Fotos schießen.

Nur mit SD-Karte einsatzbereit

Die SnapShot Mini besitzt keinen internen Speicher. Aus diesem Grund funktioniert diese lediglich mit eingelegter Speicherkarte. Wird versucht, ohne SD-Karte die Kamera einzuschalten, so wird dies nicht klappen. Bevor die SD-Karte eingelegt wird, muss die Kamera ausgeschaltet sein. Zusätzlich müssen wir darauf achten, den Schreibschutz der SD-Karte zu entriegeln.

Vorteile

+ hohe Zuverlässigkeit
+ mit 5 MP sehr gute Fotoqualität
+ sehr lange Akkulaufzeit bis zu einem halben Jahr
+ kompakte Abmessungen und dadurch unauffällig

Nachteile

– Videoqualität nur VGA
– Nachtaufnahmen in Schwarz-Weiß

DÖRR SnapShot Mini 5.0 im Test

Fazit

Mit der DÖRR SnapShot Mini 5.0 erhalten wir ein deutsches Qualitätsprodukt, welches in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich ist. Hauptunterscheidungsmerkmal ist in diesem Fall der jeweils verwendete Blitz. Neben einer einfachen Installation und leichten Bedienung, hat uns diese Wildkamera mit einer zuverlässigen Auslösung am Tag und in der Nacht überzeugt. Erwähnenswert ist dabei auch die sehr gute Fotobildqualität. Natürlich können wir mit diesem Modell auch Videoaufnahmen in VGA-Qualität erstellern.

Ein Highlight ist die überaus lange Batterielaufzeit von bis zu einem halben Jahr. Diese Wildkamera bietet ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Die Standardausführung kostet momentan rund 144 Euro, während das Modell mit unsichtbarem Infrarot-Blitz 164 Euro kostet. Insgesamt können wir hier uneingeschränkt eine Kaufempfehlung abgeben. Daher bewerten wir die DÖRR SnapShot Mini auch mit 5 Punkten.

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