Ultrasport UmovE Secure Guard PRO im TestBei der Ultrasport UmovE Secure Guard PRO handelt es sich um eine Wildkamera, die zunächst äußerlich mit vielen anderen Herstellern vergleichbar ist. Wir haben uns diesmal mit diesem 12-MP-Modell beschäftigt und möchten herausfinden, welche Besonderheiten in ihr stecken. Kann diese Kamerafalle wirklich mit einer solch hohen Auflösung aufwarten? Wir sind hier wirklich gespannt.

Verpackung und Lieferumfang

In einer normalen Kartonverpackung haben wir unsere Ultrasport UmovE Secure Guard PRO geliefert bekommen. Beim Auspacken haben wir sämtliche Komponenten sorgfältig und sicher verpackt vorgefunden. Im Lieferumfang befinden sich:
• die in Tarnfarben gehaltene Wildkamera,
• ein praktischer Befestigungsgurt,
• ein USB-Datenkabel,
• ein Videokabel,
• eine 16 GB SD-Speicherkarte,
• acht Markenbatterien vom Typ AA sowie
• eine ausführliche Bedienungsanleitung.

Vom Lieferumfang waren wir begeistert, zumal endlich einmal ein Anbieter an die erforderlichen Batterien gedacht hat. Auch die 16 GB umfassende SD-Karte ist keine Selbstverständlichkeit. Alles in allem erhalten wir somit ein Rundum-sorglos-Paket.
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Qualität und Verarbeitung

Zunächst haben wird das Camouflage-Gehäuse in Augenschein genommen. Es macht einen soliden und stabilen Eindruck. Wie wir bereits herausgefunden haben, nutzen auch andere Hersteller genau dieses Kunststoffgehäuse. Vorteilhaft ist, dass dieses nicht nur nach IP 54 wasserdicht ausgeführt ist, sondern auch Temperaturen zwischen minus 20 Grad Celsius und plus 60 Grad Celsius standhält.

Auf der Vorderseite finden wir oben und unten zwei eingelassene Blitzlichtfelder und in der Mitte das Kameraobjektiv sowie einen PIR-Bewegungsmelder. Diese Komponenten sind sauber im Gehäuse eingelassen. Die 13,1 x 9,7 x 7,7 cm (L x B x H) große Kamera besteht aus zwei Hälften, wobei das hintere Element später an einem Baumstamm fixiert wird. Die Verschlüsse sind sorgfältig aufeinander abgestimmt und bieten einen festen Halt.

Nicht ganz so schön finden wir den fehlenden Diebstahlschutz. An der Kamera sind keine Sicherungsmöglichkeiten erkennbar, so dass im Extremfall jeder das vordere Gehäuse entwenden kann. Auf den optionalen Kauf eines Kabelschlosses möchten wir daher hinweisen. Unabhängig davon hat uns die Verarbeitungsqualität dieser Wildkamera sehr gut gefallen. Sie ist für den anspruchsvollen Outdoor-Einsatz ideal einsetzbar.

Montage und Installation

Allein schon aus Gründen der mangelnden Sicherung sollten wir einen Ort für die Montage wählen, der so schnell nicht bemerkt werden kann. Die kompakten Abmessungen und die Tarnfarbe kommen uns hier zugute. Befestigt wird die Kamerafalle übrigens mit dem mitgelieferten Befestigungsgurt. Dieser kann überaus fest an einem Baumstamm o.ä. festgezurrt werden.

Für die Inbetriebnahme benötigt die Ultrasport UmovE Secure Guard PRO nur vier AA-Batterien. Diese können wir auf einfache Weise in das untere Fach neben dem Speicherkarteneinschub einlegen. Mit wenigen Handgriffen sind wir also einsatzbereit. In unserem Wildkamera Test geht es nun um die Ausstattung.
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Ausstattung und Funktionen

Fangen wir erst einmal mit der Vorderseite an. Oben befindet sich ein Blitzfeld welches mit 19 Infrarot-LEDs ausgestattet ist. Unten sitzt noch einmal ein solches Blitzfeld, welches jedoch aus 21 Infrarot-LEDs besteht. Generell ist unsere Ultrasport Wildkamera in zwei Versionen erhältlich. Neben den leicht sichtbaren Low-Glow-LEDs gibt es noch das etwas höherwertige Modell mit No-Glow-LEDs, die für Menschen und Tiere unsichtbar sind.

Unterhalb des oberen LED-Blitzes finden wir das Kameraobjektiv. Direkt darunter liegt der eigentliche Bewegungsmelder mit einem riesigen Erfassungswinkel von 90 Grad, wobei die Intensität in drei Stufen eingestellt werden kann.

Die Wildkamera ist mit einem 5 MP CMOS Sensor ausgestattet. In Bezug auf die 12 MP Auflösung gehen wir später noch ein. Immerhin können wir mit der Kamera auch mit einer Full-HD-Auflösung filmen.

Unten lässt sich das Kameragehäuse öffnen und gibt uns den Zugang zum Batteriefach und dem Speicherkarteneinschub frei. Auf ein Kamerastativ wurde nicht verzichtet. Nach Öffnen der Scharniere können wir das Vorderteil der Wildkamera abnehmen. Dahinter verbergen sich im oberen Bereich ein 2 Zoll Farb-TFT-Monitor und darunter die entsprechenden Bedienungselemente. Auch bei etwas stärkerem Umgebungslicht konnten wir die Bilder und die Menüstruktur auf dem Bildschirm noch deutlich erkennen.

Bedienkomfort

Sämtliche Hersteller, die diese genormten Gehäuse verwenden, müssen leider mit kleinen Menütasten leben. Dies kann für Personen mit größeren Fingern Probleme bereiten. Bis die Kamera eingestellt werden kann, müssen einige Schritte durchgeführt werden.
1. den Schiebeschalter links auf ON stellen
2. auf den rechten OK-Knopf drücken, um den Bildschirm einzuschalten und
3. die M-Taste für das Hauptmenü drücken.

Besonders lobenswert ist die einfache Menüführung. Insgesamt gibt es 15 Menüpunkte, wo wir den Foto- und Videomodus auswählen, die Zeitraffer-, Serienaufnahme- und Spracheinstellung vornehmen bzw. die wichtigsten Systemeinstellungen verändern können.
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Bildqualität

Kommen wir nun zur Bildqualität unserer Ultrasport UmovE Secure Guard PRO. Leider wirbt der Hersteller hier mit einer Fotoauflösung von 12 MP. Da unsere Wildkamera jedoch nur mit einem 5 MP CMOS-Sensor ausgestattet ist, kann eine höhere Auflösung bis 12 MP auch nur interpoliert dargestellt werden. Hier hätte der Anbieter etwas ehrlicher sein sollen.

Mit ihren 5 MP erreicht die Kamerafalle jedoch beeindruckende Aufnahmen am Tag. Bis ins kleinste Detail können wir sowohl das zu fotografierende Objekt als auch die Umgebung erkennen. Unabhängig vom verwendeten Blitzlicht, überzeugen uns auch die Schwarz-Weiß-Nachtaufnahmen mit einer guten Detailtreue.

Bis zu 60 Sekunden können wir mit dieser Wildkamera auch im Full-HD-Modus mit einer Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln filmen. Selbst auf eine Tonaufzeichnung müssen wir hier nicht verzichten. Abgespeichert werden die Videos im bewährten AVI-Format.

Zu den weiteren Highlights gehören zum Beispiel:
• Bildauslöseabstand wählbar zwischen 2 und 5 Sekunden,
• Zeitraffer einstellbar zwischen 5 Sekunden und 24 Stunden,
• Anzahl der Serienbilder je Auslösung zwischen einem und sieben Fotos.
Mit einer Reaktionszeit von bis zu 1 Sekunde erwischen wir nahezu jedes Objekt bildmittig. In Bezug auf die Bild- und Videoqualität kann die Ultrasport UmovE Secure Guard PRO durchweg empfohlen werden.

Akkulaufzeit

Wie wir festgestellt haben, zeichnet sich diese Wildkamera durch einen besonders stromsparenden Betrieb aus. Je nach Einsatz halten die Batterien bis zu einige Monate. Verständlicherweise sind Tagaufnahmen batterieschonender als Nachtaufnahmen. Dann sorgt das Blitzlicht für zusätzlichen Stromverbrauch.

Wesentlich mehr Strom benötigen wir für Videoaufnahmen, auch wenn diese nur max. 60 Sekunden lang sind. Am meisten verbrauchen wir bei Videoaufnahmen in der Nacht, wenn wir zusätzlich noch beide Blitzleisten einschalten.

Übrigens arbeitet unsere Kamera auch mit nur vier Batterien. Jedoch können wir mit vier weiteren Batterien, die im hinteren Deckel eingelegt werden, unsere Stand-by-Zeiten verlängern. Für eine stationäre Überwachung sollten wir ein optionales Netzteil verwenden.
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Kleine Tipp´s

Speziell für die Ultrasport UmovE Secure Guard PRO haben wir noch einige Tipp´s auf Lager.

Kein GPRS

Auf der Rückseite der Kamera ist ein Schiebeschalter mit der Bezeichnung GPRS enthalten. Leider ist dieser Schalter ohne Funktion. Wie auch bei vielen anderen baugleichen Modellen, ist ein solches Modul zum nachträglichen Einbau nicht vorgesehen. Dieser Schalter kann also unberücksichtigt bleiben. Nicht in jeder Anleitung wird hierauf hingewiesen.

Richtiges Ausleuchten mit dem Blitz

Die beiden Blitzleisten unserer Wildkamera können wir individuell einschalten. Für kleinere Flächen reicht es vollkommen aus, nur die 19 oberen Infrarot-LEDs zu verwenden. Ansonsten würde ein Motiv direkt vor der Kamera überbelichtet fotografiert werden. Nur bei einer ausreichenden räumlichen Tiefe sollte auch der untere Blitz zugeschaltet werden.

Vorteile

+ gute Fotoqualität
+ detailreiche Schwarz-Weiß-Nachtaufnahmen
+ Full-HD-Videoauflösung
+ gute Akkulaufzeiten
+ Infrarot-LED-Blitz in zwei Bereiche individuell einstellbar
+ kompakte Abmessungen und unauffällige Installation

Nachteile

– Gehäuse kann nicht verschlossen werden, daher nicht diebstahlsicher
– kleine Menü-Tasten
– Full-HD-Modus und Blitzlicht verbraucht viel Strom
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Fazit

Die Ultrasport UmovE Secure Guard PRO kann als zuverlässige und robuste Outdoor-Wildkamera bezeichnet werden, die wir sowohl für Tierbeobachtungen als auch als Überwachungskamera verwenden können. Wir sollten uns von der hohen 12 MP-Auflösung nicht verunsichern. Die Kamera ist mit ienem guten 5 MP CMOS Sensor ausgerüstet und liefert am Tag sehr gute Fotos und Videoaufnahmen in Full-HD.

Interessant ist das Modell mit No-Glow-Infrarot-LEDs, so dass unser Blitz im Dunklen unsichtbar bleibt. Obwohl es viele baugleiche Modelle gibt, hat diese Wildkamera durchweg positive Kundenbewertungen erhalten. Robustheit, lange Akkulaufzeiten und die gute Bildqualität sprechen hier für sich. Beide Kameramodelle werden zu einen attraktiven Preis-Leistungsverhältnis angeboten.

Die Kamera mit Low-Glow-LEDs sowie mit No-Glow-LEDs wird für knapp 130 Euro angeboten. Wir können hier absolut eine Kaufempfehlung aussprechen und möchten eine Bewertung von 5 Punkten vergeben.


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